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Standby, 2020


FamilienARTen in Kunst und Wissenschaft in Kooperation mit der Hochschule Neubrandenburg, Beteiligte
Künstlerinnen der Gruppenausstellung: Karin Camara, Imke Rust, Claudia Just, Katrin Hermann, Kathrin Wetzel,
Lena Biesalsky, Linda Perthen
- Ausstellungsansicht: RWN ART Galerie Neubrandenburg


 

 

 

 

 

Standby (1-16), 2020
Schellacktusche auf Farbkarton, 50 x 70 cm





 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Die Zeichenserie Standby (1-16), Schellacktusche auf Farbkarton, 50 x 70 cm, ist im Rahmen des Projektes
"FamilienARTen in Kunst und Wissenschaft" der Hochschule Neubrandenburg, entstanden. Beteiligte
Künstlerinnen der Gruppenausstellung waren Karin Camara, Imke Rust, Claudia Just, Katrin Hermann, Kathrin Wetzel,
Lena Biesalsky und Linda Perthen
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Statement: Die Familie ist ein Fundament, welches im alltäglichen Leben in den Hintergrund tritt und als selbstverständlich wahrgenommen wird. Hektik, Stress, Arbeit und Ablenkung im gewöhnlichen Tagesablauf lassen nur wenig Raum für die eigene Reflexion. Während der zunehmenden Einschränkungen in der Corona Pandemie drängten sich in mir immer mehr Fragen auf. Wie wollen wir als Familie zusammenleben? Erfährt die Familie, in welcher Art auch immer, überhaupt in der heutigen Gesellschaft Anerkennung? Welche Rahmenbedingungen geben wir unseren Kindern, damit sie sich vollkommen entfalten können? Die grafische Serie Standby besteht aus 16 zusammenhängenden Zeichnungen. Die flüchtig gezeichneten Grafiken wurden inspiriert durch spontane Momentaufnahmen während des Lockdowns. Wir befanden uns als Familie in einer Art Isolation, die ein improvisiertes Zusammenleben hervorbrachte, weil alle selbstverständlichen Dinge auf den Kopf gestellt wurden. Die ständige Suche nach Alternativen veränderte unser familiäres Miteinander. Die gezeichneten Beobachtungen zeigen einerseits das kreative, chaotische Leben mit meinen Kindern und andererseits auch einsame, stille und zurückgezogene Momente. Familie bedeutet nicht immer nur eine positive Verbindung, sondern kann auch Widersprüche und Verstrickungen hervorrufen. Es erfordert viel Gelassenheit, um das Gleichgewicht von Distanz und Nähe zu bewahren. Im Rückblick wirken die sechzehn Zeichnungen wie ein Storyboard eines Films, der seine Geschichten erzählt von einer außergewöhnlichen Zeitspanne.